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DRK-Hessen-Helfer seit zehn Tagen im Einsatz in der Südpfalzkaserne in Germersheim

Die Stimmung ist gut, die Vorfreude auf „Ahle-Woscht“ nach der Rückkehr steigt.

Auf dem Foto von links: Jens Wunsch, Pascal Steil, Dirk Langkabel und Marvin Menges.
Foto: DRK Hessen



Seit zehn Tagen sind vier ehrenamtliche Rotkreuzler des DRK in Hessen aus dem Kreisverband Schwalm-Eder im Einsatz zur Betreuung der Wuhan-Rückkehrer vom 1. Februar in der Südpfalzkaserne Germersheim. Wenn Jens Wunsch, Pascal Steil, Dirk Langkabel und Marvin Menges ihren Einsatz abgeschlossen haben und nach Nordhessen zurückgekehrt sind, freuen sie sich am meisten auf „Ahle Worscht“.

Im Telefoninterview berichten Jens Wunsch und seine hessischen Kollegen, wie es ihnen derzeit geht:

„Die Stimmung unter uns Rotkreuzlern, die nicht nur aus Hessen, sondern auch aus Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg kommen, ist sehr gut. Wir sind den Hauptteil des Tages mit dem zweimaligen Temperaturmessen bei unseren Gästen beschäftigt sowie mit dem Betrieb der Hausarztpraxis in unserer Mobilen Medizinischen Versorgungseinheit (MMVE).
Bis jetzt mussten wir nur kleinere medizinische Fälle versorgen.

Die Aufbauphase zu Beginn der Quarantänezeit in Germersheim war die größte Herausforderung und Anstrengung. Jetzt haben sich die Abläufe eingespielt. Allerdings an das Tragen der Mundschutzmaske den ganzen Tag über mussten wir uns etwas gewöhnen. Mit der eingeschränkten Bewegungsfreiheit können wir alle gut umgehen. Die Stimmung im Team und bei den Gästen ist sehr gut, die Verpflegung ist top.
Wir wussten im Vorfeld, worauf wir uns einlassen und konnten diesen Einsatz und damit das Fernbleiben an unserer Arbeitsstelle auf kurzem Wege mit unseren Arbeitgebern abklären.
Neben der Sanitätsdienstausbildung und bei einem Kollegen die Notfallsanitäterausbildung können wir unsere Technikausbildung hier in Germersheim gut brauchen. Sie setzten wir nicht nur beim Aufbau der Praxis ein, sondern auch beim Anschließen oder Abdichten von Wasserschläuchen oder sogar beim Aufbau eines Kinderhochsitzes.
Wenn unser Einsatz vorbei ist, freuen wir Nordhessen uns sehr auf eine große Portion ‚Ahle Worscht‘!“

Am Montag wurde das zweite Gesundheits-Screening bei den 122 Rückkehrern aus Wuhan in Germersheim durchgeführt. Die Ergebnisse werden in den nächsten Tagen erwartet.

DRK-Präsident Norbert Södler: „Unsere Ausbildung wird benötigt und abgerufen“
Norbert Södler, Präsident des DRK in Hessen, lobt den Einsatz der Hessen: „Für Einsätze solcher Art sind unsere Rotkreuzler ausgebildet und vorbereitet. Es macht mich immer besonders stolz, wenn das Engagement und die Ausbildung unserer Ehrenamtlichen sich auszahlen und abgerufen werden. Ich richte mein großes Dankeschön an alle hessischen Helfer und die Kollegen aus den anderen Bundesländern, die in dieser Situation im Einsatz sind! Für die ‚Ahle Worscht‘ sorgen wir gerne, wenn alle wieder zurück in ihrer Heimat sind!“


Hintergrund des Einsatzes ab 31. Januar 2020
Nach den Vorbereitungsmaßnahmen am 31. Januar mit der Bereitstellung der Mobilen Medizinischen Versorgungseinheit (MMVe) und den Infektionskrankentransportwagen (IKTW) sind auch vier ehrenamtliche Rotkreuz-Helfer aus der DRK-Landesverstärkung in Fritzlar (alle aus dem DRK-Kreisverband Schwalm-Eder) in Germersheim seit einer Woche im Einsatz. Sie stehen in der MMVe im „Schwarzbereich“ zur Verfügung und unterliegen ebenfalls einer 14-tägigen Quarantäne.

Am Samstag, den 1. Februar, hat der DRK-Landesverband Hessen den Bustransfer der Rückkehrer vom Frankfurter Flughafen – Medical Assessment Center (MAC) nach Germersheim organisiert und mit Hilfe von zwei Busunternehmen sichergestellt. Dabei waren auch 2 DRK-Busfahrer von den Kreisverbänden Main-Taunus und Groß-Gerau.
Zum Gepäcktransport ist am Samstagabend ab Frankfurt ein LKW der DRK-Landesverstärkung, besetzt mit zwei Helfern vom DRK-Kreisverband Rheingau-Taunus, mitgefahren. Zur Koordination des Einsatzes in Frankfurt waren ein Vertreter des Landesverbandes sowie die Fachbeauftragte CBRN der DRK-Gemeinschaft der Bereitschaften vor Ort. CBRN: Unter CBRN-Gefahren versteht man den Schutz vor den Auswirkungen von chemischen (C), biologischen (B) sowie radiologischen (R) und nuklearen (N) Gefahren.


Quelle:
DRK-Landesverband Hessen e.V.