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Rotes Kreuz Wetzlar macht Schule

Keiner ist zu klein, um Helfer zu sein!

Gruppenfoto der Klasse 2a mit Klassenlehrerin Stefanie Jabob (hinten stehend) und DRK-Ausbilderin Kerstin Franke Fontinha (re. im Bild)

Ein Gong ertönt. Langsam leert sich der Schulhof und die Gänge füllen sich mit lachenden und schwatzenden Schülern auf dem Weg in die Klassenzimmer. In der Grundschule in Naunheim beginnt ein neuer Schultag. Für die Klasse 2 a steht heute ein ganz besonderes Unterrichtsfach auf dem Stundenplan: Die Erste Hilfe. Damit hat die Grundschule Naunheim in Kooperation mit dem Roten Kreuz Wetzlar ein gänzlich neues Projekt ins Leben gerufen. Unter dem Motto „Keiner ist zu klein, um Helfer zu sein!“ werden alle 150 Schüler in Erster Hilfe geschult und zum Juniorhelfer ausgebildet. Die „Woche der Ersten Hilfe“ wird zukünftig jedes Jahr stattfinden. Schulleiterin Antje Beyer und Elternbeiratsvorsitzende Petra Staats haben mit dem Roten Kreuz ein Projekt ins Leben gerufen, an dem sich weitere Grundschulen orientieren können. Finanziell wird das Projekt vom Förderverein der Grundschule Naunheim unterstützt.
 

Stabile Seitenlage: Philine Hund bringt Lennart Pröser gekonnt in die stabile Seitenlage

DRK-Ausbilderin Kerstin Franke Fontinha rückt die Stühle im Mehrzweckraum zurecht. Immer abwechselnd stehen ein Paar orange und ein Paar blaue Stühle nebeneinander im Stuhlkreis. „Das macht die Partnerfindung für die praktischen Übungen einfacher und es gibt keinen Streit“, weiß Sie aus Erfahrung zu berichten. Ihr „Kollege Sammy“, hat es sich schon mal auf einem der Stühle bequem gemacht. Die drollige Handpuppe weiß spannende Geschichten zu erzählen und führt die Kinder spielerisch an die Erste Hilfe heran. Dann kommen Frau Jakob und ihre Klasse 2 a. Zunächst etwas zögerlich, dann aber berichten die Schüler mit vollem Einsatz von ihren Erlebnissen. „Ich habe richtig miterlebt, wie ein Rettungswagen kommt“. „Meiner Mutti habe ich mal einen Verband angelegt“. „Ich bin schon mit einem Krankenwagen gefahren“, und Philipp weiß von einem Sturz auf dem Pausenhof zu berichten.
 

Lennart Pröser legt bei Johanna Keiner fachmännisch einen Wundverband an. Philine Hund schaut interessiert zu.

Lebhaft wird diskutiert, im einprägsamen Sprechchor der Notruf abgesetzt „Ein, eins, zwei und Hilfe kommt herbei“, interessiert nachgefragt „Was machen wir überhaupt, wenn wir kein Handy haben?“, und gemeinsam Lösungen gefunden. Eine Unterrichtsstunde später ist Johannas Schnittwunde am Arm bandagiert, Lennart liegt in der stabilen Seitenlage, Philine setzt den Notruf ab und Christoph eilt als Rettungswagen mit Blaulicht herbei. Die Klasse 2 a hat an diesem Vormittag gelernt, wie sie den Notruf absetzen, kleine Wunde versorgen, sich gegenseitig trösten und Erste Hilfe leisten können. „Kinder haben in der Regel eine natürliche, unbefangene Einstellung zum Helfen“, berichtet Franke Fontinha. Ein möglichst frühzeitiges Heranführen an die Erste Hilfe bietet die größte Chance diese natürliche Haltung zur Hilfeleistung zu erhalten und positiv weiterzuentwickeln. Somit ist die Erste Hilfe an Schulen auch ein wichtiger Bestandteil des sozialen Lernens. Darüber hinaus lernen die Schüler mit eigenen Gefühlen in Notsituationen konstruktiv umzugehen.

Weitere Informationen zum Projekt „Keiner ist zu klein, um Helfer zu sein“ direkt beim Roten Kreuz Wetzlar (06441 9764-0).