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Notfallsanitär werden beim Roten Kreuz Wetzlar

Ein Beruf nah am Menschen

DRK-Praxisanleiter Stefan Kammer (stehend) erläutert die einzelnen Ausbildungsabschnitte zum Notfallsanitäter (v. l.: Stefan Gerbig, DRK-Praxisanleiter Stefan Dillman von Mohr, Noel Garstenauer)

Der erste Ausbildungstag als Notfallsanitäter auf einer Rettungswache ist normalerweise aufregend – die Nacht davor kurz und schlaflos. Auf den Gängen und Fluren viele neue Gesichter und Namen, die es zu merken gilt. Dienstkleidung wird anprobiert und der Empfang bestätigt sowie Dienstpläne, Einsatzzeiten und der detaillierte Ausbildungsplan besprochen. Dazu kommt der Respekt vor einer anspruchsvollen Ausbildung und ein mulmiges Gefühl im Bauch vor der ersten Fahrt im Rettungswagen. Normalerweise. Aber was ist schon normal im Alltag der Rettungskräfte?



Alles Gute zum Ausbildungsstart wünscht das Rote Kreuz Wetzlar den angehenden Notfallsanitätern Stefan Gerbig und Noel Garstenauer (v. l.)

Die neuen Auszubildenden zum Notfallsanitäter beim DRK-Wetzlar sind an diesem Morgen gelassen. Denn sie sind quasi „alte Hasen“ im Rettungsdienst. Stefan Gerbig ist schon seit vier Jahren als Rettungssanitäter beim Roten Kreuz in Wetzlar im Einsatz. Bereits sein Freiwilliges Soziales Jahr hat er beim DRK-Wetzlar absolviert und Schulkinder betreut - auch noch während seines Studiums. Das war dann doch nicht das Richtige und er begann seine Laufbahn beim DRK-Wetzlar als Rettungssanitäter. „Ich hatte genug Zeit herauszufinden, dass der Rettungsdienst genau mein Ding ist“, meint er. Er will beruflich etwas erreichen und mehr Verantwortung im Rettungseinsatz übernehmen. Das motiviert ihn dazu, noch einmal die Schulbank zu drücken und Fachwissen zu pauken. Gerbig hat als Rettungssanitäter schon unzählige Einsätze gefahren und ist so schnell nicht aus der Ruhe zu bringen. „Das ist ein zweischneidiges Schwert“, weiß Stefan Kammer aus seiner Erfahrung als DRK-Praxisanleiter zu berichten. Die Ausbildung erfordert Offenheit für neue Sichtweisen und die Bereitschaft, eingespielte Muster des Rettungsalltages abzulegen. Noel Garstenauer kam als sogenannter Quereinsteiger zum Roten Kreuz Wetzlar und unterstützt seit einem Jahr das Rettungsteam. Eigentlich hat er eine Ausbildung zum Industriekaufmann. „Ich habe schnell festgestellt, dass mir die Verantwortung und Abwechslung im Arbeitsalltag fehlt“, erklärt er. Beim DRK- Wetzlar hat er schon die Ausbildung zum Rettungssanitäter absolviert und startet nach einem Jahr Berufspraxis jetzt zum Notfallsanitäter durch. Gerbig und Garstenauer sind besonders gespannt auf den praktischen Ausbildungsteil in der Klinik. Hier werden sie einen Blick hinter die Kulissen werfen und die Abläufe auf den Stationen kennenlernen. Viel versprechen sich die beiden auch von der Einsatzsimulation im Malteser-Ausbildungszentrum. „Eine Notfallsituation unter realistischen Bedingungen trainieren zu können, das ist schon eine tolle Sache“, sind sie überzeugt.

Und noch ein „alter Hase“ ist an diesem Tag wieder mit an Bord: Sven Dillmann von Mohr. Als Notfallsanitäter und Praxisanleiter hat er heute seinen ersten Arbeitstag beim Roten Kreuz in Wetzlar und wird zukünftig das Rettungsteam und die Praxisanleiter Silke Pauli und Stefan Kammer unterstützen. Auch er kennt das Rote Kreuz in Wetzlar wie seine Westentasche und war bereits von 1993 bis 2001 hier im Einsatz.

Gemeinsam ist den dreien ihre Verbundenheit zum Roten Kreuz und die Berufserfahrung im DRK-Rettungsdienst in Wetzlar. Und trotzdem ist doch alles irgendwie neu an diesem Morgen. Die Herausforderungen, die Aufgabengebiete und die kommenden Einsatzbereiche. Und was gibt man eigentlich erfahrenen Kollegen beim Ausbildungsbeginn mit auf den Weg?  „Habt Freude an der Ausbildung, gebt auch bei Durststrecken nicht auf und erreicht das Prüfungsziel. Und bleibt uns erhalten“, spornt Kammer seine neuen, alten Kollegen an.  

„Wir wollen unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Rettungsdienst eine sichere Perspektive bieten. Besonders in so herausfordernden Zeiten, wie wir sie aktuell alle erleben“, bekräftigt Jürgen Müller, DRK-Kreisgeschäftsführer Wetzlar. Es gelte, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an die Organisation zu binden, um auch zukünftig ein verlässlicher Partner für die Region und ihre Menschen zu sein.