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Henry Dunant – Leben eines Humanisten

Eine literarisch-musikalische Collage im Neuen Kellertheater Wetzlar

„Sono tutti fratelli“ – Wir sind alle Brüder“. Mit diesen Worten eröffnete Dr. Peter Wille, Präsident DRK-Kreisverband Wetzlar e. V., im Geiste Henry Dunants das Kulturmatinee.


Mit einer literarisch-musikalischen Collage im Neuen Kellertheater, unterstrich das Rote Kreuz Wetzlar im Jubiläumsjahr einmal mehr seine Vielfältigkeit und besannt sich auf seine Wurzeln und seinen Auftrag: Im Zeichen der Menschlichkeit zu helfen. Unterschiedslos - allein nach dem Maß der Not.
 

Sonny Thet begleitete und unterstrich die eindrücklichen Textzeilen mit melancholischen Celloklängen.


Dr. Peter Wille, Präsident des DRK-Kreisverbandes Wetzlar, begrüßte unter anderem den Präsidenten des DRK-Landesverbandes Hessen, Norbert Södler, den Schirmherren und Oberbürgermeister Manfred Wagner, Landrat Wolfgang Schuster sowie Cornelia Dietsch, Kulturamt der Stadt Wetzlar, als Kooperationspartner der Veranstaltung. Wille stellte die Veranstaltung ganz im Zeichen und zu Ehren des Rotkreuz-Gründers Henry Dunant. „Ein couragierter Mann und ein Vorbild für Millionen von Rotkreuzlern in 188 Ländern, der gezeigt hat, dass jeder einzelne Mensch etwas bewirken kann“, bemerkte Wille in seiner Begrüßungsrede.
 

Bernd Langes einfühlsame Stimme und schauspielerische Leistung überzeugten.


Die beiden Künstler, Bernd Lange, Schauspieler am Nationaltheater Weimer, und Sonny Thet, Musiker aus Berlin, näherten sich auf eine ganz besondere Art und Weise Henry Dunants „Erinnerungen an Solferino“ an. Mit ihrer literarisch-musikalische Collage eröffneten sie den Zuschauern einen ergreifenden Zugang zu den mutigen und hoffnungsvollen Ideen Henry Dunants, die noch heute Leitbild und Vision der Rotkreuzbewegung sind – weltweit und vor Ort.
 

Dr. Peter Will bedankt sich herzlich bei den Künstlern.



Dr. Peter Wille dankte Cornelia Dietsch und Isabell Kurz, Kulturamt der Stadt Wetzlar, für ihre Unterstützung bei der Veranstaltungsdurchführung.


Sonny Thet und Bernd Lange stellten dem aufrüttelnden Appell Henry Dunants karge und lapidare Texte des großen Wolfgang Borchert (1921 - 1947) und nüchtern sachliche Schilderungen des Journalisten Arnold Kübler (1890 -1983) gegenüber und umrahmten das Wort mit dem melancholischen Klang des Cellos. Die einfühlsame Stimme Bernd Langes und das warme Timbre des Cellos von Sonny Thet präsentierten Dunants humanistische Idee auf wunderbare und außergewöhnliche Weise und erhielten dafür reichlich Applaus. Im Anschluss waren die Gäste zu Gesprächen und einem kleinen Imbiss im Theaterfoyer eingeladen und hatten die Gelegenheit, mit den Künstlern direkt ins Gespräch zu kommen.
 

Nach der gelungenen Veranstaltung: Sonny Thet mit Landrat Wolfgang Schuster und Oberbürgermeister und Schirmherr Manfred Wagner im Gespräch.



Künstler, Rotkreuz-Vertreter, Landrat und Oberbürgermeister freuten sich über eine gelungene Veranstaltung.


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Historie: „Sono tutti fratelli“ – Wir sind alle Brüder! Mit diesem Ruf mobilisierte Henry Dunant während der Schlacht bei Solferino die Einheimischen. Er leitete sie an, den Verwundeten zu helfen und sie zu versorgen – ohne Ansehen der Nationalität. In seinem Buch „Erinnerungen an Solferino“ verarbeitet er das grauenvolle Schlachtgeschehen und berichtet von seinem persönlichen Erleben und Helfen. Damit nicht genug. Er unterbreitet Ideen und Vorschläge, die in Zukunft ein Wiederholen des Unheils von Solferino verhindern sollten. Dabei verfolgte Dunant zwei Ziele: Die Gründung von Hilfsgesellschaften zur Versorgung Verwundeter in Kriegszeiten und den Abschluss einer internationalen und rechtsverbindlichen Übereinkunft, die den Hilfsgesellschaften als Grundlage und Rückhalt dienen sollen. 1863, vier Jahre nach der Schlacht von Solferino, fand in Genf ein Kongress statt, der die Gründung einer nationalen Hilfsgesellschaft empfahl. Ein Jahr später, 1864, trat in Genf eine diplomatische Konferenz zusammen, die die Genfer Konventionen ausarbeitete. Auf dieser Grundlage entwickelte sich die Weltorganisation, die wir heute das „Internationale Rote Kreuz“ nennen. Henry Dunant allerdings gerät in Vergessenheit und fristet ein Leben in Armut. Er lässt sich in einem Spital nieder und schreibt seine Lebenserinnerungen. Erst 1901 erhält er eine späte Anerkennung mit der Verleihung des ersten Friedensnobelpreises. 1903 wird ihm vom Ärzteverband der Ehrendoktortitel der Medizin verliehen. Henry Dunant stirbt am 30. Oktober 1910 in Heiden in der Schweiz.