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Ausbildung zum Notfallsanitäter mit Bravour bestanden

Ein Beruf nah am Menschen



Das Rote Kreuz Wetzlar freut sich über Verstärkung (v.l.): Daniel Müller (Notfallsanitäter), Jürgen Müller (DRK-Kreisgeschäftsführer), Stefan Kammer (Praxisanleiter), Cristian Kuska (Notfallsanitäter), Oliver Hensel (Sachgebietsleiter Rettungsdienst), Jannik Kaiser (Notfallsanitäter).

Ein Rückblick: Am 01. September 2017 sind drei junge Menschen angetreten, die anspruchsvolle Ausbildung zum Notfallsanitäter beim Roten Kreuz in Wetzlar zu absolvieren. So unterschiedlich damals die Wege zur Ausbildung waren, so einig waren sie sich in ihrer Motivation für die Berufswahl: Sie wollten mit Menschen arbeiten. Helfen. Etwas Gutes tun. Für andere in Not da sein.

Drei Jahre später stehen sie wieder zusammen vor einem Rettungswagen. Diesmal in Anzug und mit der staatlichen Anerkennung zum Notfallsanitäter in der Tasche. Hinter ihnen liegen drei Jahre Schichtdienst, Einsätze bei Tag und Nacht und jeder Wetterlage, Praktika in Kliniken, Theorie pauken und Einsatzsituationen trainieren. Hat sich der Aufwand gelohnt und wurden die großen Erwartungen an den Berufswunsch erfüllt?

„Auf jeden Fall“, meint Daniel Müller und seine Kollegen nicken zustimmend. Nicht klar gewesen sei jedoch die Vielfalt des Berufes und der routinemäßigen Aufgaben rund um die Einsätze: Bestandsaufnahme der Verbrauchsartikel, Materialbestellung, Einsatzprotokolle sowie die Wartung der medizinischen Geräte und der Ausrüstung, um nur einige zu nennen. Auch der hohe Kompetenzbereich hat die Erwartungen übertroffen. Schon während der Ausbildung haben die drei - betreut durch erfahrene Rettungskräfte - schrittweise die Leitung von Notfalleinsätzen auf dem Rettungswagen übernommen, wichtige Entscheidungen getroffen und nach dem Einsatz im Team reflektiert. Die Ausbildung war, sagt Müller weiter, nicht nur fachlich hochinteressant, sondern hat auch die persönliche Entwicklung gefördert. Cristian Kuska hatte zu Ausbildungsbeginn bereits Erfahrung im Krankentransport. „Das ist mit Rettungsdienst nicht zu vergleichen“, stellt er rückblickend fest. Auch wenn er bereits Grundkenntnisse mitbrachte, im Hinblick auf Krankheitsbilder, Notfallsituationen und Einsatztaktik habe er extrem viel gelernt. Die menschliche Seite hinter dem Krankheitsbild ist Jannik Kaiser besonders im Gedächtnis geblieben. „Wenn wir zu einem Einsatz gerufen werden, wissen wir nie, was uns erwartet“, berichtet Kaiser. Gerade im häuslichen Bereich erlebe man häufig persönliche Schicksale und tragische Lebensumstände. „Wir Rettungskräfte sind zeitlich begrenzt vor Ort – für die Menschen ist es ihr Alltag“, sagt Kaiser nachdenklich. Der Kontakt sei im Einsatz zwar kurz, aber intensiv und man erfahre auch immer wieder viel Dankbarkeit von den Patienten.

An seinen ersten Einsatz kann sich Müller noch sehr gut erinnern - eine Reanimation. Das gesamte Team hat vor Ort hochprofessionell und konzentriert gearbeitet. „Das lief Hand in Hand und jeder wusste, was zu tun war“, erinnert er sich. Überhaupt: Ein großes Dankeschön der dreien geht an die erfahrenen Kolleginnen und Kollegen. Von ihnen und den DRK-Praxisanleitern Sylke Pauli und Stefan Kammer, wurden sie gut durch die Ausbildung begleitet und auf die Einsätze vorbereitet.

Eine besondere Herausforderung war die Ausbildung in Corona-Zeiten. Der Präsenzunterricht in der Schule fand nicht mehr statt. Der Lernstoff stand zwar digital zur Verfügung, die praktischen Übungseinheiten mit Einsatzsimulationen fielen jedoch aus. Auch seien die sogenannten Supervisionsdienste weggefallen, also die schrittweise Übernahme der Einsatzleitung als dritte Kraft. Man habe stattdessen in der einsatzfreien Zeit mit den Kollegen auf den Rettungswachen am Übungsphantom trainiert. „Das hat uns geholfen und viel aufgefangen“, sind sich die drei einig.

Stefan Kammer ist stolz auf die jungen Kollegen und freut sich über die erfolgreichen Abschlüsse. „Ihr habt unter schwierigen Bedingungen eine tolle Leistung erbracht und wir freuen uns sehr, dass ihr uns erhalten bleibt und weiterhin das Team verstärkt“, betont Kammer. Passend zur Corona-Zeit haben er und Silke Pauli sich etwas Besonderes einfallen lassen. Kammer überreichte jedem für die bestandene Prüfung nicht nur einen Einkaufsgutschein, sondern auch - mit einem Augenzwinkern - einen „Göffel“. Eine Kombination aus Gabel und Löffel und ein praktisches Utensil für lange Schichten auf den Wachen.

Jürgen Müller, DRK-Kreisgeschäftsführer, hält ebenfalls ein Präsent für die erfolgreichen Ausbildungsabgänger bereit und gratuliert zu den besonders guten Ausbildungsergebnissen. „Es lohnt sich in die Ausbildung junger Menschen zu investieren und sie zu fördern“, ist Müller überzeugt.
 


Zwischen den Foto´s liegen 1.920 Stunden praktischer Unterricht, 1.960 Stunden praktische Ausbildung auf der DRK-Lehrrettungswache und 720 Stunden praktische Ausbildung in einer Klinik.