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Alltagshelden im Einsatz

Aktionstag zum Weltrotkreuztag am 08. Mai 2019

Die Alltagshelden der Käthe-Kollwitz-Schule in Wetzlar

Am 08. Mai, dem Geburtstag von Rotkreuzbegründer Henry Dunant, wird weltweit der Rotkreuztag gefeiert. Mit zahlreichen Aktionen würdigt das Rote Kreuz an diesem Tag das Engagement der Mitarbeiter und Ehrenamtlichen und macht  auf seine wertvolle Arbeit aufmerksam. In Wetzlar lag der Fokus auf den „Alltagshelden“ - den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Rettungsdienstes und den ehrenamtlich engagierten Helfern.
 

Mit von der Partie: Der Schulsanitätsdienst der Käthe-Kollwitz-Schule mit Nico Dietrich, Leiter Breitenausbildung, und Kerstin Franke Fontinha, Ausbilderin (Mitte).

 

Özgün Aslan, in Ausbildung zum Notfallsanitäter, stellt seinen Arbeitsplatz vor.

Die Idee zu einer gemeinsamen Veranstaltung stammte von der Käthe-Kollwitz-Schule in Wetzlar. Meldungen über „Gaffer“, Rettungskräfte die im Einsatz behindert, beschimpft oder gar angegriffen werden, bestürzten. Die AG „Schule und Gesundheit“ unter Leitung von Christine Schmidt, Käthe-Kollwitz-Schule, entwickelte gemeinsam mit dem Roten Kreuz Wetzlar das Konzept für einen Aktionstag. Und der Termin war schnell gefunden – der Weltrotkreuztag am 08. Mai 2019. An diesem Tag sollten rund 60 Schülerinnen und Schüler, alles junge Erwachsene, theoretisch und praktisch die Arbeit der „Alltagshelden“ hautnah kennenlernen. Die Idee dahinter: Sie durch unterschiedliche, erlebbare Aktionen für die Arbeit der Rettungskräfte zu sensibilisieren und zu verantwortungsvollem, mitmenschlichem Handeln zu motivieren.

Nico Dietrich, Leiter Breitenausbildung, instruiert ein Team für den Einsatz im Treppenhaus.

Frühmorgens, noch vor Schulbeginn, rollte das Rote Kreuz Wetzlar mit zwei vollausgestatteten Rettungswagen auf den Schulhof. In den nächsten Stunden gaben die DRK-Azubi´s Özgün Aslan und Jan-Erik Brumm, beide in Ausbildung zum Notfallsanitäter, Schülergruppen Einblick in die Ausstattung eines Rettungswagens. Sie erklärten den Einsatz von Defibrillator, Beatmungsgerät, Kanülen, Infusionen, Vakuumsmatratze und vielem mehr. An der nächsten Station erlebten die Schüler was es bedeutet, mit vollem Einsatzequipment zu einem Notfall auszurücken. In kleinen Gruppen simulierten sie einen Rettungseinsatz im Treppenhaus mit kiloschweren Notfallrucksäcken, Absaugpumpe, Burn-Pack für Verbrennungen, EKG und Tragestuhl. Es galt einen verletzten Schüler vom Schulsanitätsdienst der Käthe-Kollwitz-Schule zu übernehmen und mit dem Fahrstuhl zum Rettungswagen zu transportieren. Immer begleitet und unterstützt von DRK-Praxisanleiter und Notfallsanitäter Stefan Kammer und Ausbildungsleiter Nico Dietrich. Im Theorieteil informierte Rettungsdienstleiter Reiner Grün mit seinem Team über den Aufbau des Rettungsdienstes im Lahn-Dill-Kreis und die Arbeit der Alltagshelden. Jennifer Jeck, Notfallsanitäterin in Ausbildung, und Jens Pausch, Rettungssanitäter in Ausbildung, berichteten über ihre ganz persönliche Motivation und die beruflichen Perspektiven im Rettungsdienst. Volunta informierte am Stand über ein Freiwilliges Soziale Jahr und die verschiedenen Einsatzbereiche – zum Beispiel im Rettungsdienst. In Kleingruppenarbeit wurden die Schülerinnen und Schüler dahingehend sensibilisiert, in Notfallsituationen menschlich kompetent zu handeln. Am Ende des Aktionstages erhielten alle Beteiligten ihre persönliche Alltagsheldencard und einen Lifekey, ein Schlüsselbund mit Beatmungsmaske.

Einsatz erfolgreich beendet – Stefan Kammer, Notfallsanitäter und Praxisanleiter, und Özgün Aslan, Azubi, übernehmen den „Patienten“.

„Wir wollen jungen Menschen für ein wichtiges Thema sensibilisieren und begeistern“, erläutert DRK-Kreisgeschäftsführer Jürgen Müller die Motivation für den gemeinsamen Projekttag. Es ginge dabei nicht nur darum, die Arbeit der Alltagshelden nicht zu behindern, sondern im besten Falle, sie zu unterstützen.  „Solche Aktionen helfen, Berührungsängste und Hemmschwellen abzubauen und im Notfall Erste Hilfe zu leisten“, führt Müller weiter aus. Denn: Das Handy kann warten – Erste Hilfe geht vor!
 



Gruppenarbeit „Was geht mit Mitmenschlichkeit?“.



Volunta informiert (v. l. Clara Anastasini, päd. Beraterin Volunta mit Christine Schmidt, Käthe-Kollwitz-Schule).



Reiner Grün, Leiter Rettungsdienst, und sein Team informieren (li. Jens Peusch, in Ausbildung zum Rettungssanitäter und Jennifer Jeck , Mitte, in Ausbildung zur Notfallsanitäterin).